Mein Beckenboden & ich

Welche Auswirkungen hat Sport auf Ihren Beckenboden?

19 Juni 2019

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Beckenboden täglich Funktionen zur Unterstützung der Beckenorgane erfüllt. Stellen Sie sich ihn als eine dreidimensionale Struktur vor, die sich unseren Bewegungen und unserer Atmung anpasst.

Je nach Sportart wird der Beckenboden mehr oder weniger stark beansprucht. Bei Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Rollschuhlaufen sind die Auswirkungen auf den Beckenboden relativ gering. Andere Sportarten, wie zum Beispiel Laufen oder Trampolinspringen stellen höhere Anforderungen an den Beckenboden. Langfristig können Probleme auftreten.

BLASENSCHWÄCHE

Um einen unfreiwilligen Urinverlust zu vermeiden, muss der Schließdruck des Schließmuskels größer sein, als der Druck des Urins auszutreten.


Bei großen Bauchkontraktionen drückt der Magen gegen die Blase und der Schließmuskel kann das Urin nicht halten. Beim Laufen verliert man nicht sofort Urin. Die Muskeln des Schließmuskels werden auf Dauer müde und weniger effektiv.

Organ- und Gebärmuttersenkung

Der Beckenboden unterstützt die Blase, die Gebärmutter und den Enddarm. Bei wiederholten Erschütterungen können sich diese Muskeln und Sehnen dehnen und diese Organe schlecht an Ort und Stelle halten. Die Organe sinken in Richtung Scheide. Das nennt man einen Prolaps. Einige Sportarten fördern eine Organsenkung mehr als andere.

STATISTIKEN

Blasenschwäche betrifft 52% der Athletinnen. Eine Studie aus dem Jahr 2002* zeigt, dass 11% der Frauen während ihres Lebens von einer Organsenkung/ einem Prolaps betroffen sind**.

WELCHE LÖSUNGEN GIBT ES?

Es gibt viele Lösungen Diese müssen mit Gesundheitsexperten diskutiert und an den Sport, das Niveau der Sporteinheiten und die Stärke der Beschwerden angepasst werden müssen.

PESSAR

Der Pessar ist ein intravaginales Gerät, das die Beckenorgane an Ort und Stelle hält. Diese Lösung ist die am einfachsten Einzusetzende.

RÜCKBILDUNG

Im Allgemeinen ermöglichen eine Rückbildung und regelmäßiges Training, den Beckenboden wahrzunehmen und zu stärken. Die Rückbildung des Beckenbodens kann durch Rückbildungsgymnastik bei einer Hebamme, einem Physiotherapeuten oder zu Hause (mit Lösungen wie Emy) durchgeführt werden und verhindert Blasenschwäche und eine Organ- oder Gebärmuttersenkung.

CHIRURGIE

Eine Operation ist der letzte Ausweg. Dabei geht es darum, den Schließmuskel zu unterstützen und im Falle eines Prolapses die Organe zu ersetzen.

QUELLEN :

*Thyssen HH, Clevin L, Olesen S, Lose G. Urinary incontinence in elite female athletes and dancers. Int Urogynecol J. 2002;13(1):15– 7.

**https://www.ameli.fr/assure/sante/themes/prolapsus-genito-urinaire/comprendre-prolapsus-genital

Artikel geschrieben von Paul Grandemange, Physiotherapeut, Masseur und Mitbegründer von Fizimed.

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