Prävention

Blasenentzündung, was ist das und wie kann ich sie behandeln?

22. September 2020

Ein brennendes Gefühl beim Pinkeln, Schmerzen im Unterleib, ein häufiges und dringendes Bedürfnis zur Toilette zu gehen, trüber Urin mit einem ungewöhnlichen Geruch. Kommt Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome bekannt vor? Eine von zwei Frauen ist in Ihrem Leben von einer Blasenentzündung (auch als Zystitis oder Harnwegsinfekt bezeichnet) betroffen.

Blasenentzündung (Zystitis)
Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann im Alltag sehr unangenehm sein.

Was ist eine Zystitis?

Eine Blasenentzündung (auch Zystitis) ist ein Harnwegsinfekt, der ein Organ der Harnwege (Blase, Niere, Harnröhre oder Prostata) betrifft. Besonders Frauen leiden häufig an einer Harnwegsinfektion aufgrund der Größe der Harnröhre und Ihrer Nähe zu Vagina und Anus.
Das liegt daran, dass im Bereich des Anus immer Bakterien vorhanden sind. Diese können die Harnröhre hinauf zur Blase wandern und sich im Urin vermehren.

Die Symptome einer Harnwegsinfektion treten in der Regel plötzlich auf: Häufiger Harndrang, obwohl beim Toilettengang nur einige wenige Tropfen austreten, Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen im Schambereich!

Gründe und Risikofaktoren für eine Blasenentzündung

In 90% der Fälle steckt das Bakterium Escherichia coli hinter einer Blasenentzündung, das sich normalerweise im Verdauungstrakt befindet. Hinter den verbleibenden 10% stecken Mikroorganismen. Es kommt vor, dass sie die Harnröhre durchqueren und aufgrund ihrer Länge die Blase erreichen. Dann kommt es zu einem Harnwegsinfekt! Eine Blasenentzündung tritt häufig im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr (vor allem zu Beginn bei jungen Frauen) oder in den Wechseljahren auf.

Es gibt zahlreiche Faktoren für eine Blasenentzündung:

  • Geschlechtsverkehr, insbesondere unter Einsatz von Spermizid
  • ein Blasen- oder Genitalvorfall, der eine vollständige Entleerung der Blase verhindert
  • Inkontinenz
  • Östrogenmangel in den Wechseljahren
  • die Schwangerschaft, aufgrund der Kompression der Blase durch die Gebärmutter

Vorsicht bei rezidivierenden Harnwegsinfekten, die mehr als 3-4 Mal pro Jahr auftreten. In diesem Fall ist es ratsam, dass Sie regelmäßig zum Arzt gehen, um die Entwicklung zu verfolgen.

Was kann ich bei einer Blasenentzündung tun?

  • Viel Wasser trinken (2,5 l Wasser außerhalb der Mahlzeiten)
  • Trinken Sie Preiselbeersaft: Mit seinen antibakteriellen Eigenschaften hat er eine positive Wirkung auf die Bakterien, die sich im Harnsystem entwickeln.
  • Kräutertee, der die Harnwege “wäscht” und das Festsetzen von den Bakterien verhindert.
  • Ätherische Öle: Einige Öle haben eine abschwellende und antiseptische Wirkung. Zum Einmassieren in den Unterbauch (Achtung, nicht empfohlen für Schwangere und Kinder).
  • Eine gute Ernährung: Wählen Sie frisches und rohes Gemüse und rohe Zwiebeln.
  • Wenn die Symptome über 48 Stunden hinweg andauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der Sie untersucht. Es genügt hierfür, dass er Ihren Urin mit einem Urinteststreifen testet. Wenn er positiv ist, kann der Arzt einen ergänzenden Test zur Untersuchung des Urins auf Bakterien veranlassen. Dieser dient dazu, um die Bakterien zu identifizieren, die die Infektion verursachen. In der Regel verschreibt der Arzt Ihnen dann ein geeignetes Antibiotikum.

Bevor es jedoch überhaupt erst soweit kommt, können Sie den Ausbruch einer Blasenentzündung durch Präventivmaßnahmen verhindern:

  • Vermeiden Sie duftende Toilettenartikeln, Schaumbäder und Vaginalduschen
  • Gehen Sie nach jedem Geschlechtsverkehr zur Toilette
  • Vermeiden Sie Zucker und Alkohol. Beides fördert die Vermehrung von Bakterien.
  • Wischen Sie sich auf der Toilette von vorne nach hinten ab
  • Verkneifen Sie es sich nicht, auf die Toilette zu gehen!
  • Trainieren Sie Ihren Beckenboden, um einen Prolaps oder Inkontinenz zu vermeiden
Ich entdecke Emy

Wir wissen, wie belastend Blasenentzündungen sein können, deshalb hoffen wir, dass Sie sich hiermit von Blasenentzündungen verabschieden können. Wir wünschen Ihnen alles Gute !

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