Prävention / Sport & Bewegung

Diese Bewegungen schaden Ihrem Beckenboden

16. Oktober 2019

16. Oktober 2019

Oft weiß man erst nach den ersten kleinen Problemen den Beckenboden zu schätzen. Eine feuchte Unterhose, ein Lachanfall der unglücklich endet, ein Gefühl der Schwere im Unterleib… Blasenschwäche und Organsenkungen sind Folgen einer (manchmal täglich stattfindenden) Schädigung unseres Beckenbodens. Was sind also Faktoren / Bewegungen, die diesem wichtigen, aber wenig bekannten Muskel schaden können? Fizimed verrät es Ihnen!

DAS TRAGEN SCHWERER GEGENSTÄNDE UND LASTEN

Uns wird gesagt, dass das Tragen schwerer Lasten schlecht für den Rücken ist. Aber eines ist sicher, das gleiche gilt für den Beckenboden. Ob Sie Ihr Kind tragen, Einkaufstaschen oder Bücher, der Druck auf den Unterleib wirkt sich negativ auf Ihren Beckenboden aus. Denken Sie daran, die Lasten, die Sie tragen, gut zu verteilen und vor allem Ihre Muskeln vor jeder Anstrengung anzuspannen.

Wenn Sie Gegenstände aufheben oder bewegen, sollten Sie daran denken, bewährte Techniken anzuwenden. Es wird empfohlen, die Knie zu beugen bevor man sich bückt, um einen Gegenstand hochzuheben. In der Tat tendieren wir alle dazu, uns einfach so nach vorne zu beugen und die Beine gestreckt zu lassen. Beim Aufstehen wird hierbei jedoch Druck auf den Bauch und damit auf den Beckenboden ausgeübt. Denken Sie daran, dass Sie sich mit Ihren Unterarme auf Ihre Oberschenkel stützen, das Gesäß nach hinten strecken und den Rücken gerade lassen. Dasselbe gilt, wenn sich das Objekt in der Höhe befindet. Um eine Schädigung des Beckenbodens zu vermeiden, richten Sie Ihre Schultern in einer Linie mit Ihrem Becken aus, während Sie Ihr Beckenboden anspannen.

AUSÜBEN EINER SPORTLICHEN BETÄTIGUNG

In der Tat werden körperliche Aktivitäten empfohlen, um fit und gesund zu bleiben. Aber bei einigen Sportarten sollten wir aufpassen, dass wir unseren Beckenboden nicht überbelasten. Sport, insbesondere Hochleistungssport, kann zu Blasenproblemen führen. Der Beckenboden wird bei Sportarten wie z.B. Laufen, Volleyball oder Tennis sehr beansprucht. Diese Sportarten, genau wie beim Trampolinspringen oder Reiten, erzeugen repetitive Schläge. Dies alles führt dazu, dass die Organe absacken und somit den Beckenboden belasten. Der Druck auf den Bauchraum verändert somit die Stützmuskulatur. Sie müssen dann das 10- bis 20-fache des Drucks tragen, den sie stützen können. Aber freuen Sie sich nicht zu früh! Beachten Sie, wenn Sie Druck auf den Bauchraum ausüben, dass sich das auf den Beckenboden auswirken kann. “Tragende” Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Schlittschuhlaufen haben eine geringere Auswirkung auf Ihren Beckenboden. Sie sollten diese daher bevorzugen.

Wie kann man Sport treiben und dabei den Beckenboden schonen? Es gibt Alternativen wie Audrey berichtet. Wenn Sie Bauchmuskelübungen machen wollen, konzentrieren Sie sich auf bestimmte Übungen. Die Scherenübung oder Fahrradfahren haben keinen negativen Einfluss auf den Beckenboden.

LACHANFÄLLE, HUSTEN UND NIESEN BEI BLASENSCHWÄCHE

Bei einer plötzlichen Anstrengung (beim Husten, Niesen oder Lachen) drückt unser Zwerchfell erschwerend auf den Beckenboden. Unser Beckenboden muss sich daher reflexartig bei Anstrengung anspannen können, um den plötzlichen Druck abzufangen. Wenn Sie daran denken, Ihren Kopf zur Seite zu neigen, können Sie den Druck auf den Beckenboden reduzieren.

Raucherinnen aufgepasst! Hustenanfälle durch Rauchen können Auslöser für Blasenschwäche sein. Wenn der Beckenboden Erschütterungen ausgesetzt ist, wird er deutlich geschwächt. Wenn der Druck zu hoch wird, ist er nicht mehr kräftig genug. Darüber hinaus wirkt sich Tabak auf das Kollagen aus, welches eine Rolle bei der Spannkraft von Gewebe spielt. Und somit auch beim Beckenboden.

NATÜRLICHE BEDÜRFNISSE UND FAKTOREN

Seit unserer frühen Kindheit, pinkeln wir schnell und schnell. Man zwingt uns, vor einer langen Reise oder vor Unterrichtsbeginn den Toilettengang einzukalkulieren. Und je älter man wird, desto schlimmer wird es. Vor einem Treffen, einem Termin oder weil wir unser Kind nicht allein lassen können. Sie sollten sich Zeit nehmen und Ihr eigenes Tempo wählen. Wir gehen nie zur Toilette, wenn wir wirklich müssen und diese Frustration überträgt sich auf unsere Blase. Sie weiß nicht mehr, wann sie sich entleeren soll, was zu Harnwegsinfektionen führen kann. Nehmen Sie sich also Zeit. Gehen Sie nicht zur Toilette, wenn Sie nicht wirklich müssen. Damit strapazieren Sie den gesamten Beckenboden. Das gleiche gilt für Verstopfung. Üben Sie keinen zu großen Druck wiederholt und intensiv beim Versuch Ihr Geschäft zu vollrichten aus. Das schädigt ebenfalls den Beckenboden.

Viele Frauen glauben immer noch, dass das Anhalten des Urinstrahls beim Wasserlassen als Methode bei der Rückbildungsgymnastik genutzt werden kann. Dies kann nützlich sein, um herauszufinden, wo genau sich der Beckenboden befindet und zu lernen, wie man ihn richtig anspannt. Dies darf jedoch auf keinen Umständen wiederholt werden! Das Stoppen des Urinstrahls beeinflusst den Reflex des Schließens der Schließmuskeln.

Andere Faktoren können ebenfalls die Spannkraft des Beckenbodens beeinflussen. Das Alter (alterndes Muskelgewebe) oder die Menopause (mit hormonellen Veränderungen) sind wichtige Faktoren.

EINE AUFRECHTE HALTUNG BITTE, DIE DAMEN!

Im Allgemeinen ist es schwierig aufrecht zu stehen. Sie müssen sich vorstellen, dass Sie einen Faden am Kopf haben, der Sie hochzieht. Einfach gesagt… Sobald Sie auf Ihre Couch gefallen sind, vergessen Sie dies und der Beckenboden wird nach unten und vorne gedrückt. Dadurch wird verhindert, dass sich Zwerchfell und Beckenboden bewegen. Aber welches sind die richtigen Haltungen? Idealerweise sitzen Sie an der Stuhlkante, die Ellenbogen nach vorne, der Rücken gerade in einer Linie mit dem Becken. Auf dem Sofa schieben Sie Ihr Gesäß an die Rückenlehne, legen ein Kissen in die Beugung Ihres Rückens und richten sich dann gerade auf. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich nach vorne lehnen, bewegen Sie Ihr Gesäß ein paar Zentimeter nach vorne.

Posture when sitting.

Während der Schwangerschaft neigen viele Frauen dazu, die Haltung zu ändern, und der Rücken wird immer mehr beansprucht. Nach der Geburt steigt die Belastung für den Rücken weiter an. Das Tragen des Babys, des gemütlichen Maxi-Cosis und der gut gefüllten Tasche …. Sie verstehen, eine schlechte Beckenbodenspannkraft kann direkt zu einer schlechten Haltung führen. Vermeiden Sie Haltungsfehler so gut wie möglich, um Ihr Beckenboden und Ihren Rücken zu schonen!

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