Inkontinenz / Prävention / Prolaps

Zystozele und Rückbildung des Beckenbodens

5. Februar 2020

Wenn wir über das Thema Beckenboden sprechen, sprechen wir häufig über Inkontinenz. Frauen leiden oft an einem geschwächtem Beckenboden beispielsweise nach einer Geburt oder während der Wechseljahre. dadurch kann im schlimmsten Fall ein sogenannter Prolaps entstehen, oft auch als “Organsenkung” bezeichnet. Ein Prolapsus kann in unterschiedlichen Formen auftreten, dazu zählt die Zystozele. Eine Zystozele entsteht, wenn die Blase ihren natürlichen Sitz verlässt. Sie sinkt dann teilweise in den Vaginakanal ab bzw. wölbt durch die vaginale Öffnung hervor. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Urethrozele, einem Absinken der Harnröhre, auf.

Eine Zystozele kann durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur entstehen
Eine Zystozele kann durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur entstehen

Wie wird eine Zystozele entdeckt ?

Eine Zystolzele wird in der Regel durch eine gynäkologische Untersuchung festgestellt. Frauen können ein Druck- bzw. Völlegefühl im Becken oder in der Scheide verspüren. Das sollte Sie alarmieren und dazu veranlassen einen Termin bei Ihrem Arzt zu vereinbaren. Eine Zystozele zeichnet sich als ein Absinken der Blase an der Scheidenwand ab. Sie kann nach außen hin weiter absinken, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Ein geschwächter Beckenboden spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer Zystozele. Durch wiederholten Druck auf den Beckenboden wird dieser geschwächt. Folglich ist er nicht mehr fähig, die Organe unter zu großem Druck zu stützen.

Die Zystozele tritt in 3 Stadien auf. Beim 1. Grad sinkt die Blase nur leicht ab. Beim 2. Grad befindet sich die Blase nahe der Vulva. Beim 3. Grad ragt das Organ aus der Vulva heraus.

Folgende Punkte können Ursachen für eine Zystozele sein:

  • eine Geburt
  • das wiederholte Tragen von zu schweren Lasten
  • Übergewicht
  • Extremsport, und Sport, der Stöße auf den Beckenboden ausübt wie Joggen, Tennis, Sqaush, Gewichtheben,
  • chronische Verstopfung

Behandlung einer Zystozele durch Beckenbodentraining

Sie können eine Zystozele ersten Grades durch Beckenbodenrückbildung behandeln. Sie stärken durch ein Beckenbodentraining genau wie bei der Behandlung einer Rektozele die unterstützenden Muskeln. Das Training des Beckenbodens festigt die Scheidenwand und verringert das Risiko. Dadurch hält die Blase besser und bekämpft so wirksam den Blasensenkung.

Zur Rückbildung des Beckenbodens stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Verfügung. Sie können zu Ihrem Physiotherapeuten oder Ihrer Hebamme gehen. Wenn Sie bereits wissen, wie Sie Ihren Beckenboden richtig anspannen, können Sie diesen auch eigenständig mit unserem Beckenbodentrainer Emy trainieren. Durch langfristig und regelmäßig ausgeführte Übungen können Sie so eine Operation vermeiden.

Bei Zystozelen des zweiten und dritten Grades ist eine Beratung durch einen Gynäkologen oder Urologen erforderlich. Diese Experten unterstützen Sie bei der Suche nach der besten Lösung für Ihr Problem.

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