Frau in Hängematte

Beckenbodentraining leicht gemacht: Tipps für einen Beckenboden in Top-Form!

Der Beckenboden ist unser Garant für eine stabile Körpermitte – und trotzdem unterschätzen wir oftmals die Rolle der Beckenbodenmuskulatur. Geben wir es zu: Die meisten von uns befassen sich erst mit ihrem Beckenboden, wenn Probleme auftreten. Wir möchten das ändern und uns den Beckenboden näher anschauen. Im folgenden Artikel erhaltet ihr Antworten auf die meistgestellten Fragen zum Thema Beckenboden und Beckenbodentraining.

Was ist der Beckenboden und wo befindet er sich?

Der Beckenboden besteht aus Muskeln, Bändern und Bindegewebe. Vereinfacht kann man den Beckenboden mit einer Art Hängematte vergleichen. Er erstreckt sich vom Schambeinknochen bis nach hinten zum Steißbein. Somit bildet er eine Art „Netz“ der unsere Organe trägt und stützt. Er verschließt dadurch unser Becken nach unten und stabilisiert unsere Körpermitte.

Der Beckenboden bei der Frau: Erklärung und Position

Der Aufbau des Beckenbodens Die Beckenbodenmuskulatur besteht insgesamt aus drei etwa handflächengoßen Muskelschichten, die übereinanderliegen: die innere Muskelschicht (Diaphragma pelvis), die mittlere Muskelschicht (Diaphragma urogenitale) und die äußere Schließmuskelschicht. Die größte Schicht der Beckenbodenmuskulatur ist die Schicht Diaphragma pelvis. Der Beckenboden ist jedoch keine durchgängige Fläche, sondern weist Lücken für die Harn- und Geschlechtswege auf. Das macht ihn an diesen Stellen besonders anfällig. Besonders Frauen leiden daher oft an einer Beckenbodenschwäche.

Wie spürt man den Beckenboden?

Beim Anspannen des Beckenbodens sollte man die Muskeln immer nach oben zusammenziehen. Achtung nicht schummeln und anstelle des Beckenbodens den Po anspannen. Es hilft beispielsweise eine Hand auf Bauch und Po zu legen, um sicherzustellen, dass diese entspannt sind und nicht angespannt sind. Eine weitere Methode ist einen Finger in die Vagina einzuführen und den Beckenboden anzuspannen. Die Vagina sollte enger werden und der Finger mehr in die Vagina reingezogen werden. Wenn es sich so anfühlt, als ob der Finger aus der Vagina rausgedrückt wird, dann spannt man den Beckenboden nicht richtig an, sondern presst vermutlich eher.

Manchmal wird zur Lokalisierung des Beckenbodens auch zum Anhalten des Urinstrahls geraten. Das sollte aber eine absolute Ausnahme sein und nur einmalig zur Lokalisierung des Beckenbodens dienen und niemals als Training, da dadurch die natürliche Harnwegsschließfunktion beeinträchtigt werden kann!

Wie hängt unser Damm mit unserem Beckenboden zusammen?

Zwischen der Vagina und dem After befindet sich der sogenannte Damm. An dieser Stelle laufen die Beckenbodenmuskeln der verschiedenen Schichten zusammen. Der Damm ist also ein wichtiger Teil der Beckenbodenmuskulatur. Wenn Du Deinen Damm von außen betrachtest und dabei Deinen Beckenboden richtig anspannst, sollte sich dieser ein wenig nach oben innen ziehen.

Warum ist der Beckenboden so wichtig?

Die Aufgabe des Beckenbodens

Der Beckenboden hat eine zentrale Rolle für unsere stabile Körpermitte. Er muss stabil und widerstandsfähig sein, gleichzeitig jedoch auch flexibel sein, um sich lösen zu können.

ein gut trainierter Beckenboden, der seine Aufgaben erfüllt


Schauen wir uns die Aufgaben unseres Beckenbodens genauer an:

  • Tragen und Stützen unserer Organe: Der Beckenboden trägt und unterstützt unsere Organe wie die Blase, Vagina und Gebärmutter.
  • Öffnen und Schließen von Körperöffnungen: Unser Beckenboden erfüllt eine wichtige Aufgabe bei der Sicherstellung unserer Kontinenz und der Regulierung von Körperfunktionen wie dem Verschließen der Harnröhre, Vagina und des Anus. Wenn der Beckenboden geschwächt ist oder unter starker Belastung steht, kann Basenschwäche auftreten, weil der Schließmuskel nicht mehr richtig schließt. Durch gezieltes Beckenbodentraining kann er dann wieder gestärkt werden.
  • Druckentlastung: Wenn beim Niesen, Husten oder auch Springen Druck auf den Bauch ausgeübt wird, federt unser Beckenboden diesen ab. Dies ist besonders wichtig, um bei Belastung ungewollte Urinverluste zu vermeiden.
  • Stabilisierung: Der Beckenboden stabilisiert unsere Körpermitte und trägt zu unserer aufrechten Haltung bei.
  • Sexualfunktion: Der Beckenboden spielt auch eine wichtige Rolle im Hinblick auf unser Sexualleben. Unser Beckenboden kann unser Sexleben boosten – für uns und unseren Partner.

Der Beckenboden bei der Frau

Wie bereits erläutert ist der Beckenboden keine durchgängige Fläche, sondern wird von den Geschlechts- und Harnwegen durchbrochen. Das macht ihn besonders bei Frauen anfälliger als bei Männern. Studien zufolge leiden etwa 7 Millionen Frauen allein in Deutschland an Blasenschwäche, während etwa 3 Millionen Männer betroffen sind. Doch was können Auslöser für eine Beckenbodenschwäche bei Frauen sein? Die Gründe hierfür sind vielfältig: die Schwangerschaft und Geburt, eine Gewichtszunahme, der Hormonwechsel während der Wechseljahre, Sport oder körperlich belastende Aktivitäten können den Beckenboden schwächen. Aber auch Männer können an einer Beckenbodenschwäche leiden.

Der Beckenboden beim Mann

der Beckenboden beim Mann

Besitzen auch Männer einen Beckenboden und wo befindet sich der Beckenboden beim Mann? Die klare Antwort lautet ja, auch Männer haben einen Beckenboden! Männer sind sich dessen oftmals nicht bewusst. Im Vergleich zum Beckenboden bei der Frau ist der Beckenboden beim Mann im Allgemeinen weniger empfindlich. Dennoch kann der Beckenboden auch bei Männern geschwächt werden, wie beispielsweise durch eine Prostataoperation. Daher ist es auch für Männer ratsam vor einer solchen Operation Beckenbodentraining zu betreiben, um Risiken wie Inkontinenz nach der Operation vorzubeugen. Beckenbodenübungen für Männer sind ebenfalls ratsam, um Erektionsprobleme zu vermeiden.

Warum habe ich einen schwachen Beckenboden?

Die Schwangerschaft und Geburt

schwangere Frau

Die Schwangerschaft ist eine der häufigsten Gründe für eine auftretende Blasenschwäche bei Frauen.

Ein Grund hierfür ist, dass das Gewicht des Babys während mehrerer Monate auf dem Beckenboden drückt und diesen schwächen kann sowie zu ungewollten Urinverlusten führen. Daher ist auch nach einem Kaiserschnitt eine Rückbildung des Beckenbodens empfehlenswert. Darüber hinaus kann auch eine natürliche Geburt den Beckenboden schwächen. Durch die starke Dehnung während der Geburt kann im Anschluss Blasenschwäche auftreten.

Außerdem ist es ratsam, bereits vor einer Schwangerschaft auf seinen Beckenboden zu achten und bereits vor der ersten Schwangerschaft Übungen zu machen, die die Beckenbodenmuskulatur stärken, um sie auf die nächsten 9 Monate vorzubereiten. Wenn Sie bereits schwanger sind, ist es ratsam Ihren Fokus auf Übungen zu legen, die ein Bewusstsein für den Beckenboden schaffen und helfen diesen in Vorbereitung auf die Geburt zu entspannen.


Tragen von schweren Lasten

Frau die schwere Lasten trägt

Das Tragen schwerer Lasten kann Druck auf den Beckenboden ausüben und in Folge zu ungewolltem Urinabgang führen. Das Bücken und Aufstehen bei großer Anstrengung ist eine echte Belastung für den Beckenboden. Wiederholtes Tragen von schweren Lasten kann den Beckenboden schwächen und zu Urinverlust oder Inkontinenz führen.


Rauchen

Raucherin

Rauchen ist wahrscheinlich nicht die erste Ursache, die einem in den Sinn kommt, wenn es um einen schwachen Beckenboden geht. Hustenanfälle, die durch das Rauchen verursacht werden, sind jedoch häufig Auslöser für Blasenschwäche. Durch Hustenanfälle wird der Beckenboden immer wieder stoßweise beansprucht, was zu einer erheblichen Schwächung der Beckenbodenmuskulatur führt. Rauchen kann also eine Ursache für Stressharninkontinenz sein.


Verstopfung

Frau auf der Toilette

Von Verstopfung spricht man, wenn man weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche über einen längeren Zeitraum hinweg hat. Bei Verstopfung ist es schwierig den Darm zu entleeren. Durch das starke Pressen kann der Beckenboden belastet werden. Der Beckenboden wird schwächer und erfüllt seine Aufgabe nicht mehr richtig. Dadurch werden die Organe nicht mehr unterstützt, und Verstopfung kann somit die Ursache und Erklärung für das Auftreten einer Blasenschwäche sein.


Die Wechseljahre

ältere Frau beim Sport

Mit den Wechseljahren beginnt die kritische Phase für den Beckenboden und die Spannkraft des Beckenbodens. Die hormonelle Veränderung beeinflusst die Spannkraft des Beckenbodens. Mit zunehmendem Alter wird das Muskelgewebe schwächer, was im Falle des Beckenbodens Inkontinenz zur Folge haben kann. Außerdem kann Scheidentrockenheit auftreten, auf, weil die Lubrifikation schwächer wird. In dem Falle kann es ratsam sein einen Arzt aufzusuchen, der die Symptome behandeln kann. In den Wechseljahren ist es wichtig, den Beckenboden weiter zu trainieren, um während dieser Phase Blasenschwäche vorzubeugen oder zu bekämpfen.


Sexualität

Paar im Bett

Aufgrund eines geschwächten Beckenbodens kann sich für beide Partner das Empfinden während des Geschlechtsverkehrs verringern und sie weniger spüren. Wenn wir vom Beckenboden sprechen, stellt sich oftmals nicht die Frage nach den Auswirkungen auf das Sexuallebens, nichtsdestotrotz ist es ein wichtiges Thema, das nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Wenn der Beckenboden geschwächt ist, vermindert sich die Reibung während des Sex. Dadurch spüren beide Partner weniger.

Den Beckenboden im Alltag schützen

Eine Beckenbodenschwäche vorbeugen

Eine Beckenbodenschwäche komplett ausschließen ist leider nicht möglich, da zu viele Faktoren wie beispielsweise eine Bindegewebsschwäche eine Rolle spielen, die wir nicht beeinflussen können. Nichtsdestotrotz können wir vieles tun, um das Risiko zu senken.
Das Beste ist, sich frühzeitig mit seinem Beckenboden zu beschäftigen – noch bevor die ersten Probleme auftreten. Wenn ihr wisst, wo er sich befindet und wie ihr ihn an- und entspannt habt ihr bereits einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Dazu zählt aktives Beckenbodentraining.


Wie kann ich meinen Beckenboden entlasten?

Wichtig ist außerdem, dass wir unseren Beckenboden im Alltag entlasten, indem wir beispielsweise besonders beim Tragen und Heben von schweren Lasten, auf eine gesunde Körperhaltung achten und unseren Beckenboden bewusst anspannen. Auch durch aufrechtes Sitzen und eine aufrechte Körperhaltung schützen wir unseren Beckenboden. Daneben kann auch der richtige Toilettengang eine Rolle spielen. Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Auch Verstopfung kann durch das starke Pressen auf der Toilette, den Beckenboden negativ beeinflussen.

Richtig Tragen und Heben

Der Zusammenhang von Beckenboden und Rücken

Wie gerade erläutert ist auch eine aufrechte Körperhaltung wichtig für unseren Beckenboden. Daneben bildet der Beckenboden das Zentrum unseres Körpers und gewährleistet, dass wir aufrecht gehen.
Der Beckenboden ist über Faszien auch mit unserer Rückenmuskulatur verbunden. Damit kann der Beckenboden der Auslöser für Rückenschmerzen sein und eine geschwächte Rückenmuskulatur wiederum unseren Beckenboden schwächen.

Rückenschmerzen und Beckenboden können zusammenhängen

Sportarten, die der Beckenboden liebt

Welchen Sport sollte ich bei einem geschwächten Beckenboden bevorzugen?

Bevor Du sehr belastende Sportarten aufnimmst (besonders, wenn Dein Beckenboden bereits geschwächt ist, wie beispielsweise nach der Schwangerschaft) versuche Dich zunächst eher auf Low Impact Sportarten zu konzentrieren. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Schwimmen
  • Fahrrad fahren
  • Inline-Skaten
  • Ski fahren,
  • Yoga, …

Daneben solltest Du auch Deine Beckenbodenmuskulatur wieder gezielt stärken, in dem Du sie z.B. bei sogenannten Kegelübungen gezielt anspannst und entspannst.

schwangere Frau bei der Schwangerschaftsgymnastik und beim Beckenbodentraining

Welcher Sport belastet den Beckenboden?

Mit einem gut trainierten Beckenboden kann man eigentlich alle Sportarten durchführen, nichtsdestotrotz ist es hilfreich zu wissen, dass einige Sportarten den Beckenboden stärker belasten als andere
Dazu gehörten sogenannte High Impact Sportarten, bei denen viel gesprungen und gehüpft wird oder bei denen es viele Start-Stopp-Bewegungen gibt und die somit Druck auf den Beckenboden aus.
Dazu gehören beispielsweise:

  • Joggen
  • Trampolin springen
  • Volleyball
  • Handball
  • Fußball
  • Tennis
  • Gewichtheben, …
Joggerin beim Sport ohne Angst


Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft

Warum sollte man seinen Beckenboden nach der Schwangerschaft trainieren?

Auf dem Beckenboden lastet 9 Monate lang das Gewicht des heranwachsenden Babys. Insbesondere die Gebärmutter drückt gegen Ende der Schwangerschaft auf den Beckenboden. Eine echte 24/7 Dauerbelastung für unseren Beckenboden. Auch die Hormone während der Schwangerschaft führen dazu, dass der Beckenboden lockerer wird, um eine vaginale Geburt zu vereinfachen. Dazu kommt, dass viele Frauen während Ihrer Schwangerschaft Ihre Haltung ändern. Die Beckenbodenmuskulatur ist lockerer, wodurch Frauen oftmals das Becken nicht mehr in der korrekten Position halten können und ins Hohlkreuz kippen. Dadurch kann der Beckenboden nicht mehr optimal arbeiten und es kann bereits während der Schwangerschaft zu Urinverlusten kommen.

Baby schaut Mutter bei Beckenbodentraining zu

Daneben stellt die Geburt an für sich eine große Belastung für den Beckenboden dar. Bei der Geburt muss sich der Beckenboden sehr stark dehnen, um das Kind herauszupressen. Viele Frauen erleiden hierbei einen Dammriss oder einen Dammschnitt, was den Beckenboden weiter schwächt. Nach der Geburt ist der Beckenboden häufig überdehnt und durch kleine Geburtsverletzungen weiter geschwächt.

Wann sollte man seinen Beckenboden nach der Geburt trainieren?

Nach der Geburt spüren dann viele Frauen ein Schweregefühl im Unterleib – ein Anzeichen für eine Beckenbodenschwäche. In jedem Fall ist es wichtig, nach der Geburt dem Beckenboden und Körper im Zeitraum des Wochenbetts eine Pause und Zeit zur Erholung zu gönnen. Nach 6 bis 8 Wochen können Frauen dann mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. Im Rahmen einer Rückbildungsgymnastik mit einer Hebamme wird nicht nur die überdehnte Bauchmuskulatur wieder aufgebaut, sondern auch die Beckenbodenmuskulatur wieder gestärkt. Wie bereits erläutert, wird der Beckenboden nicht nur durch die vaginale Geburt geschwächt, sondern auch während der Schwangerschaft. Daher sollten auch Frauen, die durch einen Kaiserschnitt entbunden haben, ihre Rückbildung nicht vernachlässigen.


Wann ist mein Beckenboden nach der Geburt wieder „normal“?

Eine Gebärmuttersenkung kann zu Inkontinenz führen

Darauf gibt es keine allgemeine Antwort, denn jede Frau und somit jeder Beckenboden sind anders. Bei einigen Frauen reicht die Rückbildungsgymnastik, damit sie ihren Beckenboden wieder stärken, während andere Frauen mehr Zeit benötigen. Wichtig ist, dass ihr in eurem Tempo weitertrainiert und auf euren Körper hört. Es ist immer besser, regelmäßig etwas zu tun, als zu warten bis Probleme auftreten.


Trainingsmethoden für den Beckenboden – was hilft wirklich?

Warum sollte ich meinen Beckenboden trainieren?

Es gibt verschiedene Arten den Beckenboden zu trainieren. Wichtig ist, dass man den Beckenboden langfristig und regelmäßig trainiert. Denn wie bei jedem anderem Muskel auch lassen sich Resultate nur langfristig aufrechterhalten, wenn man regelmäßig trainiert. Und ja, wir geben es zu: Wie wären wohl alle begeistert, wenn von einmal trainieren der Sixpack für immer bleibt. Aber genau wie beim Bauchmuskeltraining muss auch der Beckenboden regelmäßig trainiert werden. Dies kann man gemeinsam mit einer Hebamme oder einer Physiotherapeut*in tun, aber um Ergebnisse wirklich aufrecht zu erhalten, sind sich Experten einig, dass man den Beckenboden auch zu Hause weitertrainieren muss. Beckenbodentraining zeigt sich zwar nicht von außen, aber ist definitiv spürbar, wenn es um die Kontinenz, das intime Wohlbefinden, unser Liebesleben und Gesundheit geht! Daneben kann sich unsere Beckenbodengesundheit sogar auf unsere psychische Gesundheit auswirken.

Paar im Bett

Wie kann ich meinen Beckenboden trainieren?

Wenn ihr mit dem Beckenbodentraining beginnt, stellt sich zunächst die Frage, ob ihr bereits wisst, wie ihr euren Beckenboden anspannt. Nach der Schwangerschaft ist es auf jeden Fall empfehlenswert, wenn ihr einen Rückbildungskurs mit einer medizinischen Fachkraft besucht, die euch Tipps geben kann. Diese Kurse werden zu dem für die Krankenkasse übernommen. Auch nach der Schwangerschaft könnt ihr Beckenbodentraining mit einer medizinischen Fachkraft verschrieben bekommen. Sprecht euren Arzt darauf an, wenn ihr nach wie vor Probleme habt. Er oder sie kann euch zusätzlich Beckenbodentraining mit einem Physiotherapeuten verschreiben.
Daneben könnt ihr natürlich von zu Hause aus weiter trainieren – ob mit oder ohne Hilfsmittel, denn wie bereits erläutert, sollte Beckenbodentraining Teil unseres regelmäßigen Sportprogramms sein. Jede Frau sollte die für sie passende Lösung finden.


Beckenbodentraining ohne Hilfsmittel

Klassische Beckenbodengymnastik

Durch viele Sportarten wie beispielsweise Yoga oder Pilates wird der Beckenboden unbewusst mittrainiert. Trotzdem sind gezielte Beckenbodenübungen sehr wichtig. Bei der klassischen Beckenbodengymnastik wird der Beckenboden bewusst angespannt und entspannt. Dabei gibt es verschiedene Trainingsmethoden. Bekannt sind hierbei sogenannte Kegel-Übungen. Das hat nichts mit der Bowlingbahn zu tun, sondern diese Übungen heißen so, da sie von Arnold H. Kegel erfunden wurden. Kegel war ein amerikanischer Gynäkologe, der beobachtete, dass Frauen nach der Schwangerschaft oft an Blasenschwäche leiden. Statt zu einer Operation oder zu Medikamenten, riet er betroffenen Frauen zunächst zu Beckenbodentraining. Hierbei stellte er fest, dass sich Probleme behandeln ließen.
Kegel – bzw. Beckenbodenübungen können einfach in den Alltag eingebaut werden. Ob beim Warten an der Ampel oder beim Zähneputzen, den Beckenboden regelmäßig anspannen hilft.

Beckenbodentraining mit App

Spiele in der App Beckenbodentrainer Emy

Daneben gibt es mittlerweile eine Reihe von Apps, die visuell beim Beckenbodentraining helfen und anleiten. Der Vorteil solcher Apps zum Beckenbodentraining liegt darin, dass man häufig auch Erinnerungen programmieren kann, damit man das Beckenbodentraining nicht vergisst. Je nach App helfen zudem kleine Animationen bei der Anspannung und beim Halten der Muskelkontraktion.

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Beckenbodentraining mit Hilfsmitteln

Konen und Gewichte

Zu den wahrscheinlich bekanntesten Hilfsmitteln beim Beckenbodentraining gehören sogenannte Konen und kleine Gewichte. Hierbei handelt es sich um Gewichte, die wie ein Tampon geformt sind und in die Vagina eingeführt werden. Über ein Bändchen lassen Sie sich wieder entfernen. Die Idee dahinter: Durch das Gewicht droht die Kugel aus der Vagina zu rutschen, weshalb man den Beckenboden kontinuierlich anspannen muss. Von Training zu Training kann man sich dann mit den Gewichten steigern.
Von Beckenbodentherapeuten wird diese Art des Trainings häufig nicht mehr empfohlen, da die dauerhafte Muskelanspannung nicht empfehlenswert ist und eine Abwechslung zwischen An- und Entspannung empfehlenswerter ist. Die Übungen mit Gewichten trainieren zudem nicht alle Muskelschichten.

Beckenbodentraining mit Biofeedback

Beckenbodentrainer Emy mit App Anspannen

Beim Beckenbodentraining mit Biofeedback können Nutzerinnen Ihren Beckenboden selbstständig und bewusst trainieren. Ein Biofeedback-Gerät kann einem Gewicht von der Form her ähneln – manche denken vielleicht beim ersten Blick auch an ein Spielzeug für Erwachsene. Jedoch vibriert ein Biofeedback-Trainer nicht. Stattdessen misst er die Muskelanspannung und überträgt dies bei den neusten Geräten direkt an eine App. So können Frauen dann direkt über ihr Smartphone sehen, wenn sie den Beckenboden anspannen und über kleine Spiele Ihren Beckenboden abwechslungsreich trainieren. Über das Smartphone ist es nicht nur möglich in Echtzeit zu sehen, wenn man den Beckenboden anspannt, sondern auch Fortschritte langfristig zu verfolgen. Das bewusste Anspannen der Beckenbodenmuskulatur fördert die Verbindung zwischen Gehirn und Muskeln. Unter Belastung wie z.B. beim Niesen spannt sich die Beckenbodenmuskulatur dann automatisch an.

Der Beckenbodentrainer Emy wurde als langfristige Lösung kombiniert mit der ihr zu Hause euren Beckenboden trainieren könnt. Er verfügt über einen wiederaufladbaren Akku und wird vollständig in Europa produziert, um die Qualität und den Schutz des intimen Wohlbefindens zu gewährleisten.


Emy wurde zudem im Rahmen einer klinischen Studie getestet und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt. Emy ist der derzeitig einzig klinisch getestete Trainer mit App auf dem Markt. Dank der über 32 Spielen und zahlreichen Gesundheitsratschläge, die regelmäßig aktualisiert werden, war Beckenbodentraining nie abwechslungsreicher und unterhaltsamer. Der Trainer wurde in über zwei Jahren Forschung und Entwicklung gemeinsam mit medizinischen Fachkräften entwickelt.

Beckenbodentraining mit Reizstrom

Neben dem Training mit einer Biofeedback-Sonde gibt es auch Hilfsmittel, die mit Elektrostimulation arbeiten. Hierbei soll der Beckenboden durch kleine Reizstrom-Impulse dazu gebracht werden, sich anzuspannen. Die Anspannung der Beckenbodenmuskulatur erfolgt also nicht bewusst. Für Menschen, die ihren Beckenboden überhaupt nicht spüren, kann dies zunächst hilfreich sein. Klinische Studien haben jedoch gezeigt, dass die bewusste Anspannung der Beckenbodenmuskulatur z.B. bei Beckenbodengymnastik oder bei Biofeedback wirksamer ist als bei rein passiver Stimulation.

Liebeskugeln, Geishakugeln oder Vaginalkugeln

Liebeskugeln sind im Gegensatz zu Konen größer und gleichen einem kleinen Tischtennisball. Diese werden ebenfalls intravaginal verwendet. Auch diese sollen in der Vagina gehalten werden. Das innere der Liebeskugel bewegt sich bei Bewegung, sodass sie leicht vibriert. Das soll ebenfalls wie bei der Elektrostimulation den Beckenbodentraining anregen. 

Weitere Möglichkeiten auf seinen Beckenboden zu achten

Sport

Frau joggt im Sonnenuntergang

Regelmäßig Sport zu machen, hilft nicht nur den Beckenboden in Form zu halten. Empfehlenswert sind dabei wenig belastende Sportarten wie Yoga und Pilates.  Sportarten, die viele Sprünge und Erschütterungen beinhalten, sollten bei einem schwachen Beckenboden vorerst vermieden werden.

Gewichtsabnahme

Frauen, die zu Übergewicht neigen, sind eher von Blasenschwäche betroffen. Mediziner sind sich einig, dass es einen Zusammenhang zwischen Harninkontinenz und Gewichtszunahme gibt. Daher sollte bei starkem Übergewicht eine Diät in Betracht gezogen werden, die die Blasenschwäche deutlich verringert.

Körperhaltung

Rückenschmerzen und der Beckenboden

Eine Korrektur der Körperhaltung hilft, den Beckenboden zu kräftigen. Es ist wichtig, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen, um übermäßigen Druck auf die Organe und den Beckenboden zu vermeiden.

Erfahrungsberichte: Darum lohnt sich Beckenbodentraining! 

Seit ich Emy nutze, fühle ich mich wieder wohl in meinem Körper. Ich war nicht in der Lage meinen Beckenboden anzuspannen, aber jetzt kann ich ihn wieder stärken. 5 Minuten am Tag genügen!

Cécile, 35 Jahre, Nutzerin von Emy

Ich finde das Beckenbodentraining mit App lustig und unterhaltsam. Ich bin absolut sicher, dass diese innovative Lösung noch vielen Frauen beim Beckenbodentraining helfen kann. 

Odile Bagot, Gynäkologin in Straßburg

Als erstes fiel mir auf, dass ich meine Damenbinde nicht mehr mehrmals am Tag wechseln musste. Heute würde ich sagen, dass sich meine Urinverluste um das 5-fache verringert haben. Wenn man an den Preis von Damenbinden denkt, ist das ein unglaubliches Ersparnis.

Marie, 46 Jahre, Nutzerin von Emy

Ein absoluter Mehrwert dieses persönliche und direkte Feedback zu erhalten, an dem ich fortwährend arbeitete.
Anika, 33 Jahre, Postnataltrainerin

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